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Tagesfahrt nach Mainz im August 2018

 

Hans-Peter Wolf organisierte eine Tagesfahrt in seine alte Heimatstadt. Gegen 10 Uhr begann die Führung durch das goldene Mainz. Sie führte uns in den Dom, der von Erzbischof Williges im Jahre 1009 errichtet wurde und am Tag seiner Einweihung in Brand geriet. Der Neubau wurde im Jahre 1036 vollendet. Diese vorwiegend aus romanischer Zeit stammende doppelchörige, dreischiffige Pfeilerbasilika ist die an Schicksalen reichste sowie baugeschichtlich fesselnde der großen rheinischen Kirchen. Ihre historische Bedeutung wird durch die politische Stellung des Mainzer Erzbischofs unterstrichen, der zugleich einer der deutschen Kurfürsten, Erzkanzler des Reiches und Haupt der deutschen Bischöfe war.

Danach ging es in die Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern, wo wir den Kirschgarten und das Haus der „wilden Gans“ kennen lernten. Rote Straßenschilder zeigen zum Rhein führende, blaue parallel zum Fluss verlaufende Straßen.

Wir gingen zum Denkmal von Johannes Gutenberg, dem Erfinder der Druckkunst (1398 – 1468), überquerten den 50. Breitengrad und kamen zum Fastnachtsbrunnen.

Bei diesem Brunnen handelt sich um eine fast neun Meter hohe, bronzene und turmartige Darstellung, die mit mehr als 200 Figuren und Allegorien versehen ist. Vater Rhein, der Mönch, der Narr mit seinen Attributen, der Harlekin und der Mann mit dem Brett vor dem Kopf oder Possenreißer und Gaukler sind nur einige der Motive, die einen starken Bezug zur Mainzer Stadt- und Fastnachtsgeschichte aufweisen. Auch Rebenranken sowie Weck, Worscht un Woi sind natürlich vertreten.

 

Nach der Mittagspause fand eine hochinteressante Führung im Gutenbergmuseum statt. Wir konnten vier Bibeln sehen, die von Gutenberg in den Jahren 1452 -1455 gedruckt worden waren. Auch wurde uns an einer Druckpresse anschaulich gezeigt wie zu Gutenbergs Zeiten ein gedrucktes Blatt erstellt wurde.

 

Danach ging es - an barocken Adelspalästen mit großartigen Fassaden und tollen Innenhöfen vorbei - zu einem weiteren Höhepunkt unseres Ausfluges, zur Kirche St. Stefan. Hier konnten wir die Fenster von Marc Chagall bewundern. Die Fenster wurden zwischen 1978 und 1985 eingesetzt. Das erste, was im Blick auf die Bilder fasziniert, sind ihre Farben, die unser Lebensgefühl unmittelbar ansprechen. Aus dem alles beherrschenden Blau leuchten farbige Darstellungen aus dem alten Testament, Bilder zu Psalmen und Visionen Chagalls zur Heilsgeschichte.

 

Anschließend gingen wir Richtung Rheinufer, passierten den Domvorplatz und vorbei an den Ampeln mit den Mainzelmännchen zu einem am Rhein gelegenen Café, wo wir bei schönstem Wetter den Tag ausklingen ließen.

 

 

Wanderreise Allgäu/Tirol im Juni 2018

 

Reutte in Tirol war das Reiseziel. 17 Wanderer traten die 8-tägige Reise an und vor Ort erwartete uns Anita, die österreichische Wanderführerin, die wir bereits von unseren Wanderreisen nach Istrien und Kärnten kannten, und die uns nunmehr zum 3. Mal führen sollte. Die ausgewählten Wanderstrecken in der Umgebung von Reutte und Füssen im Allgäu waren unseren Stärken angemessen. Wir erlebten sowohl die Bergwelt und die Seenlandschaft Tirols und der Allgäuer Alpen als auch die einzige Wildflusslandschaft im nördlichen Alpenraum Europas, das Lechtal. Blühende Bergwiesen, herrliche Ausblicke und auch der Nervenkitzel  über eine 114 m hohe und 403 m lange Hängebrücke zu wandern,  trugen zu unserer Freude bei. Ruhe und Entspannung schließlich genossen wir im Hotel Talhof, am Hang über Reutte erbaut,  mit sehr schönem Panorama. Die geselligen, gemeinsamen Abende rundeten das durchaus anstrengende Tagesprogramm ab.

 

 

Sommerfest 2018

 

Unterhaltung und Frohsinn waren das Ziel des Sommerfestes und als Ergebnis konnte mit Zufriedenheit festgestellt werden; dieses Ziel wurde klar erreicht. Mit dem Bus kamen wir nach ca. 2-stündiger Fahrt in der Hütte des Westerwaldvereins in Holzhausen an. Alle Mitglieder fassten an, um die Tische und Stühle zu stellen und den mitgebrachten Kaffee und Kuchen zu präsentieren. Und los ging die Feier. Auch der Wettergott war uns gnädig, zunächst Sonnenschein und am frühen Abend Bewölkung; aber kein Regen. Natürlich wurden wir auch dem Vereinsauftrag gerecht. Angeboten wurden eine kurze und eine längere Wanderung um den 546 m hohen “Großen Stein“. In der Zwischenzeit hatte das Organisationsteam bereits die Vorbereitungen für den Grillabend abgeschlossen und die verbrauchten Kalorien konnten mit Steaks, Bratwurst und Salaten wieder aufgefrischt werden. Gesang und viele Gespräche rundeten den sommerlichen Tag ab. Als schließlich die letzten noch vorhandenen Vorräte versteigert waren, traten wir, lustig und froh einen schönen Tag erlebt zu haben, die Heimfahrt an.

 

 

Wander- und Erlebnisreise in die Fränkische Schweiz im Oktober 2017

 

„Wohl auf, die Luft geht frisch und rein,
Wer lange sitzt muss rosten.“
 

Mit diesem Lied von Viktor v. Scheffel auf den Lippen steuerten 41 Mitglieder der Wanderabteilung bei der Wander-und Erlebnisreise 2017 das Reiseziel, die „Fränkische Schweiz“, an.

 

Die Fränkische Schweiz in Oberfranken ist eine charakteristische Berg- und Hügellandschaft mit markanten Felsformationen und Höhlen sowie einer hohen Dichte an Burgen und Ruinen. Es gibt zahlreiche Höhlen, von denen die bekannteste und größte die Teufelshöhle bei Pottenstein ist.

 

Wie bei unseren Reisen üblich, gab es wieder ein getrenntes Programm für Lang- und Kurzwanderer. 3 Tageswanderungen durch das landschaftlich reizvolle Tal des Flüsschens Wiesent, aber natürlich auch mit Anstiegen auf die angrenzenden Höhen und der Besuch von Burgen und Höhlen waren anstrengende, aber lohnenswerte Ziele. Dass es eine Karstlandschaft war, sah man an den immer wieder steil aufragenden Dolomitfelsen.

 

Führungen und Besichtigungen gehörten natürlich auch zum Reiseprogramm. In der Basilika Gößweinstein erlebten wir ein Orgelkonzert und in der Teufelshöhle bewunderten wir die in tausenden von Jahren entstandenen Tropfsteine. Die Altstädte von Forchheim und Ebermannstadt beeindruckten uns mit den vielen schönen Fachwerkhäusern.

In Nürnberg begann die Stadtbesichtigung im Wahrzeichen der Stadt, der Kaiserburg. Von dort aus ging es  hinunter in die Altstadt zur Sankt Sebald Kirche. Unterwegs bewunderten wir die alten Fachwerkhäuser. Obwohl die Nürnberger Altstadt nach dem Zweiten Weltkrieg zu mehr als 90 Prozent zerstört war, wurden die wichtigsten historischen Bauwerke restauriert. Weiter ging es über den sehr schönen Marktplatz mit seinen vielen Marktständen unter rotweißen Sonnenschirmen über die Pegnitz zur St. Lorenzkirche und später zurück zum schönen Brunnen, an dem die Führung endete. Eindrucksvoll war die anschließende Führung im Albrecht-Dürer- Haus bei der uns „Frau Dürer“ persönlich aus dem Leben der Familie berichtete.

In Bamberg nahm uns unsere Stadtführerin an der Konzert- und Kongresshalle in Empfang. Während wir an der Regnitz entlang gingen und schon einen ersten Blick auf „Klein Venedig“ werfen konnten, erzählte sie uns so manches über die Stadtgeschichte. Bamberg ist ein Gesamtkunstwerk und stellt eines der größten unversehrt erhaltenen Altstadtensembles Europas dar. Die Stadt fasziniert mit einem überwältigenden Reichtum an original erhaltener Bausubstanz vom Mittelalter bis zum Barock. Bamberg gehört mit herausragenden Sehenswürdigkeiten wie Kaiserdom und Alte Hofhaltung, Altes Rathaus und Neue Residenz sowie durch die einmalige Atmosphäre der verwinkelten Gassen und verborgenen Ecken zum Weltkulturerbe.

 

Wanderreise nach Kärnten im Juni 2017

 

Eine 7-tägige Wanderreise war wieder Bestandteil unseres Angebotes. Diesmal führte sie uns zum Millstätter See in Kärnten. Das Wetter war anfangs regnerisch, besserte sich aber täglich und bald strahlte die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und die Temperaturen stiegen auf über 30 Grad. Die Wanderungen  im Hochgebirge waren anspruchsvoll, dabei aber sehr schön und abwechslungsreich. Herrliche Weitblicke ließen die Anstrengungen schnell vergessen.

 

 

Wander- und Erlebnisreise in den Harz im Oktober 2016

 

Eine 7-tägige Wander- und Erlebnisreise, bei der -wie in der Vergangenheit üblich- ein Programm für Langwanderer und ein Programm für Kurzwanderer angeboten wurde, führte uns in den Ostharz. Wir erlebten den Harz mit all seinen Schönheiten sowie  den -im wahrsten Sinne- Höhen und Tiefen. Sagen und Geschichten aus uralter Vorzeit begleiteten uns auf dem Mythenweg in Thale, deutsche Geschichte begegnete uns in den Städten Bad Frankenhausen, Quedlinburg, Wernigerode und Goslar und Erläuterungen zur Geologie hörten wir bei schweißtreibenden Wanderungen. Mit Ausnahme am Schlusstag strahlte die Sonne am herrlich blauen Himmel.

 

 

Wanderreise nach Istrien im Mai 2016

 

 

Am Pfingstsonntag begaben sich 20 Mitglieder der PSC Wander- und Touristikabteilung auf Auslandswanderreise: Istrien mit Wanderungen und Kultur stand auf dem Programm.

Ein angenehmer Flug brachte uns nach Venedig, wo wir von „Anita“, einer sympathischen, österreichischen Reiseleiterin empfangen wurden. Von dort brachte uns ein Bus ins Hotel „Valamar Riviera“ im Zentrum von Porec,  zwischen Altstadt und Uferpromenade gelegen.

Ausgangspunkt der ersten Etappe am Montag war der Vorplatz einer stattlichen Kirche und Campanile des Ortes Zavrsje-Piemonte, der schon vor der Römerzeit besiedelt war. Viele der italienisch-stämmigen Einwohner haben im Verlauf der wechselhaften Geschichte das unter kroatischer Kontrolle stehende Städtchen verlassen, um in ihre Heimat zurückzukehren. Ihre Häuser existieren teils noch als Ruinen, andere wurden von den wenigen verbliebenen Einwohnern erhalten und sind heute noch bewohnt. Die ehemalige Stadtmauer ist nur noch teilweise vorhanden, ebenso eines der beiden Stadttore. Wegen ihrer historischen Bedeutung wurden einige markante Bauwerke mit EU-Unterstützung restauriert.
Auf der alten Bahntrasse „Parenzana“, die zwischen 1902 und 1935 Porec und Triest verband und der Beförderung von Erholungssuchenden und dem Transport verschiedenster Güter (Wein, Salz, Olivenöl, Früchte, Gemüse und Holz) diente, strebten wir unserem Tagesziel Groznjan entgegen. Heute befördert eine Kleinbahn Touristen zwischen Vizinada  und dem besonders sehenswerten Ort Motovun. 
Unterwegs legten wir mehrere Stopps ein, wobei Anita uns sachkundig die Fauna und Flora rechts und links des Weges erklärte. Durch sanfte Täler, ausgedehnte Olivenhaine und über Weinberge erreichten wir das mittelalterliche Bergdorf Groznjan mit seiner typisch istrischen Steinarchitektur. Heute ist der Ort als Domizil vieler Künstler und für die sommerlichen Konzerte berühmt. Nach Einkehr in ein Café mit origineller Dekoration und einzigartigem Flair erkundeten wir die engen Gässchen mit einer bemerkenswerten Ansiedlung von Galerien, Ateliers und Kunstwerkstätten. 

Am Dienstagvormittag ging es auf einer Halbtagswanderung an der Küste entlang und über endlos grüne und schattige Strände mit herrlichen Ausblicken auf das Adriatische Meer von Cervar Port zurück nach Porec.
Der freie Nachmittag bot sich auf vielfältige Art an, Porec zu erkunden, dessen historischer Stadtkern auf einer kleinen Halbinsel gelegen ist. Die Häuserfassaden und Plätze spiegeln die von Römern, Byzantinern, der österreichisch-ungarischen Monarchie und von Italien und Jugoslawien geprägte Geschichte wider.
Hauptattraktion der Stadt ist die frühchristliche, dreischiffige Euphrasius-Basilika aus dem
6. Jh. mit imposanten Ausmaßen und kostbarer Ausstattung: 18 Marmorsäulen mit byzantinischen und romanischen Kapitellen und prächtigen Mosaiken. Der Aufstieg auf den Glockenturm wird mit einem Panoramablick über die Altstadt und die Umgebung von Porec belohnt. Die Basilika wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.
Zum Spazieren und Relaxen nutzten einige Reiseteilnehmer die in Sichtweite unseres Hotels gelegene Insel Sveti Nikola, die in wenigen Minuten per Bootstransfer zu erreichen ist und deren Bade- und Wellness-Einrichtungen auch den Hotelgästen vom Festland zur Verfügung stehen.
Schließlich (ver)lockten beim Bummel durch die malerischen und gepflegten Gassen zahlreiche Boutiquen zum Shoppen und Souvenirkauf.

Anitas ausführliche Beschreibung der für Mittwoch vorgesehenen Wanderung erweckte schon am Vorabend unsere Neugier: Das Festungsdorf „Motovun“ sollte das Ziel sein. Zwischen Feldern, Wiesen und kleinen Weihern ging es zunächst nach Vizinada. Dort folgten wir wieder der Trasse der „Parenzana“, heute als „Weg der Gesundheit und Freundschaft“ bezeichnet und wegen ihrer spektakulären Ausblicke und der Wegführung über Viadukte und durch Tunnels, eine bei Radfahrern und Wanderern gleichermaßen beliebte Strecke.
Für die Mittagsrast hatte Anita einen besonders interessanten Ort ausgewählt: An der Bahnstation Rakotule wurden wir vom uniformierten „Stationsvorsteher“ mit Klängen istrischer Volksmusik begrüßt und unterhalten. Vom  angegliederten Landgut aus genossen wir mit Blick auf Motovun die dekorativ angerichteten landestypischen Köstlichkeiten aus Oliven und Trüffel, für deren reiche Vorkommen die umliegenden Wälder bekannt sind. Auch die in originellen kleinen Keramikkrügen servierte istrische Suppe war gefragt.
Wie bestellt, fuhr auch noch der „Parenzana train“, besetzt mit einer vergnügten,  singenden Kinderschar, ein.
Beim Anblick der erhabenen Zypressenallee, des mit Zinnen gekrönten Wehrturms und den am steilen Hang „klebenden“ Häusern  Motovuns fühlte man sich in die Toskana versetzt. Tatsächlich war der strategisch günstig gelegene Ort ab dem 13. Jh. für mehrere Jahrhunderte in venezianischer Hand und wurde von den Besitzern mit einem inneren und äußeren Mauerring mit Wehrtürmen und Stadttoren befestigt. Der Anstieg (277 m) über eine steile Straße und ebensolche rustikalen Stufen führte schließlich zur Loggia und dem Hauptplatz mit der Stefanskirche, dem Campanile und Kastell, in dem heute ein Hotel mit schöner Aussichtsterrasse unter alten Kastanienbäumen etabliert ist. Der Rundgang auf der 500 m langen inneren Altstadtmauer mit Panoramablick in die Weiten des Mirna-Tales war im wahr-sten Sinne des Wortes einer der Höhepunkte der Wanderwoche.

Für Donnerstag war keine Wanderung, sondern eine Fahrt nach Pula angesagt. Ein Stadtführer vor Ort führte uns zunächst zum Wahrzeichen der Stadt, dem von den Römern erbauten Amphitheater, eines der größten Europas. Die Arena wird in den Sommermonaten sowohl für Klassik-Aufführungen als auch für volkstümliche Unterhaltungsveranstaltungen genutzt. Beim anschließenden Rundgang durch die Innenstadt besichtigten wir die geschichtlich bedeutenden Bauwerke Pulas und erfuhren Interessantes zur Geschichte der Stadt und des Landes.
Anschließend bestand Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und weitere Sehenswürdigkeiten, wie Augustus-Tempel, Rimski-Mosaik oder die im Jugendstil  erbaute Markthalle zu entdecken.   

Eine Tageswanderung  führte uns am Freitag vom Hafenstädtchen Vrsar landeinwärts Richtung Limski-Kanal. Durch lichte Karstlandschaft erreichten wir einen Aussichtpunkt. Während ein Teil der Wandergruppe mit Anita über einem steilen Felspfad zur „Grotte der Piraten“ hinabstieg, genoss die Restgruppe den schönen  Ausblick auf den von einzigartiger Naturlandschaft umgebenden fjordartigen Kanal, der 10 km ins Landesinnere reicht. Weiter ging unser Weg durch die Macchia-Landschaft, die in dichten Laubwald überging, nach Klostar.
Nach der Mittagsrast in einem für seine Grillspezialitäten bekannten Ausflugslokal brachte uns der Bus zurück in das reizvolle Fischerstädtchen Vrsar, das einst den Bischöfen von Porec als Sommerresidenz diente.
Anitas Empfehlung, das Panorama am besten von der auf dem Berg gelegenen Altstadt genießen zu können, konnten die meisten Wanderer nicht widerstehen. Nach moderatem Aufstieg durch die terrassenförmig am Hang angelegten pittoresken Gässchen mit dem überragenden Glockenturm der Kirche St. Martin, eröffneten sich dem Betrachter immer wieder bezaubernde Ausblicke auf die Hafenanlagen und die Inselgruppe aus 18 kleinen, unbewohnten und mit mediterranen Pflanzen bewachsene Inseln. Dieser Anblick soll auch schon Casanova begeistert haben.
Ein Spaziergang über die Hafenpromenade und durch einen Skulpturenpark beendete diesen Wandertag. 
Dank der sommerlichen Temperaturen war uns am Abend vor der Kulisse der Hafeneinfahrt mit ihren beiden Leuchttürmen als i-Tüpfelchen noch das begehrte Fotomotiv eines jeden Aufenthaltes am Meer beschert: ein opulenter Sonnenuntergang.

Am Samstag, unserem letzten Wandertag, bot sich je nach Kondition und Interesse zunächst eine Alternative für Weitwanderer und Strandliebhaber. Der Weg führte die Weitwanderer durch ein sehr schönes Naturreservat mit Tierbeobachtungsstationen. Nach 6 Kilometern  trafen sie auf die Strandgenießer, um dann gemeinsam weitere 11 km entlang der Küste in die historische Hafenstadt Rovinj zurückzulegen.
Der Aufenthalt in diesem Bilderbuchstädtchen mit ineinander verschachtelten Häusern und einem Geflecht winkeliger Gassen, Bars, Läden und Künstlerateliers wurde  einschließlich des Aufstiegs zur barocken Basilika der Schutzheiligen Euphemia als krönender Abschluss dieser Reise empfunden.  

Am Sonntag, dem letzten Urlaubstag, traten wir in bester Stimmung via Venedig die Heimreise an.

Einhellig waren alle Teilnehmer der Meinung, eine Mittelmeerreise mit optimalen Bedingungen für traumhafte Wanderungen durch artenreiche, unberührte oder historische Landschaften bei guter Stimmung und vor allem super Wetter erlebt zu haben.

Beeindruckend waren auch die Begegnungen mit den überaus freundlichen und aufgeschlossenen Menschen unseres Gastlandes, die uns immer wieder mit ihren ausgezeichneten deutschen Sprachkenntnissen überraschten, so dass ihre eigene, uns nicht geläufige Sprache, kein Hindernis für die Verständigung darstellte. 

Wir bedanken uns bei Klaus Loewe, der diese Reise perfekt organisiert hat und Anita, unserer Reisebegleitung, die ihn dabei unterstützt und unseren Istrien-Aufenthalt engagiert begleitet und bereichert hat.

 

Monika Biehl, Ursula Pietschker

 

 

Wander- und Erlebnisreise in  den Spessart im Juni 2015 

 

Die Vorbereitung und Durchführung der Wander- und Erlebnisreise lag in den Händen von Uschi Pietschker – unserer  stellvertretenden Vorsitzenden der Wanderabteilung. Wie von vorherigen Reisen  gewohnt, wurde auch diesmal ein zweigeteiltes Programm angeboten: für die tüchtigen Wanderer – z.B. für Ganztagswanderungen - war unser Vorsitzender Klaus Loewe verantwortlich. 

  

In der Wanderabteilung hat einmal jemand die Nichtwanderer als „Genießer“ bezeichnet. Diesen Begriff gibt es noch immer für die weniger Aktiven - obwohl ja die tüchtigen Wanderer auch besonders genießen, wenn sie auf schönen Wegen wandern und herrliche Aussichten „genießen“.

So gesehen waren wir alle auf unserer Spessart-Tour „Genießer“! 

 

Unser Reiseziel mit dem Bus war Mönchberg im Naturpark Bayrischer Spessart.  Was für ein Haus „wartete“ auf uns: ein 4-Sterne-Hotel in einem riesengroßen gepflegten Park gelegen, sehr schöne Zimmer, ein Hallenbad und Saunaanlagen.  Wir sind mit allem sehr verwöhnt worden.

 

Etwa die Hälfte der 45 Wanderinnen und Wanderer gehörte der Gruppe der weniger Aktiven an – also zu den „Genießern“, die Uschi Pietschker gut vorbereitet und kompetent leitete.

 

Mit einem Kenner seiner Stadt und Heimat Mönchberg machten wir einen Rundgang mit der ganzen Reisegruppe gleich am Anreisetag. Nach dem Abendessen hörten wir weiter einen Vortrag über Fauna und Flora im Spessart – ein schöner „Einstieg“ für unsern Aufenthalt im Spessart!

 

Am ersten Tag wurde für die „Genießer“ eine kleine Wanderung über 5 Kilometer von Schmachtenberg zum Kloster Engelberg und wahlweise mit dem Bus oder zu Fuß zum schönen Weinort Großheubach angeboten. Besondere Freude gab`s immer, wenn wir nach den Anstrengungen des Tages auf die Wanderer „stießen“, um gemeinsam zum Abendessen in unser Hotel zu fahren.  

 

Die weiteren Tage waren ausgefüllt mit geführten Stadtrundgängen und Besichtigungen. Einmal war  das schöne und fast verwunschen anmutende Wasserschloss Mespelbrunn unser Ziel - verbunden mit  einer Fahrt zur „Hohen Wart“ - hier mit Mittagseinkehr und Kaffeepause. Auch dieser Tag war unvergesslich schön! 

Eine Rundfahrt durch den Spessart und den Odenwald führte uns nach Michelstadt – hier besichtigten wir den sagenumwobenen Schwiegermütterbrunnen, das gotische Rathaus - an dem die Jahreszahl 1484 zu lesen nicht einfach ist; jeweils die Vier ist als halbe Acht dargestellt!  Amorbach und Bad König waren weitere Ziele. Leider konnten wir in Miltenberg wegen des anhaltenden Regens den Bus nicht verlassen – schade!

Dafür gab es am späten Abend eine „böse“ aber schöne Überraschung in unserm Hotelpark! Wir waren zu einem Rundgang durch die Hotelanlagen eingeladen worden. Moderne Kunstwerke gab es am Waldrand zu bestaunen – ein bis dahin friedlicher und informativer Spaziergang mit unserer Hotelbesitzerin!  

Aber dann plötzlich : Ein Überfall, „Die Spessarträuber“! Von allen Seiten kamen sie auf uns zu. Klaus Loewe wurde gefangen genommen, an einen Baum gefesselt  und festgehalten bis ein Lösegeld bezahlt werden sollte. Auf einem Großfoto, welches einem Vergleich mit einem von den Räubern Gesuchten und Klaus Loewe hätte standhalten sollen, konnten Ähnlichkeiten nicht festgestellt werden; und so musste er freigelassen werden! Werner Ilgner wurde gezwungen, eine ordentliche Prise Schnupftabak zu nehmen und Uschi Pietschker musste einen Schnaps trinken. Noch einige andere Scherze ließen wir über uns ergehen.  Räubergeschichten und -lieder begleiteten diese Aktion. Es war ein großer Spaß! 

 

Am letzten Tag war Wertheim unser Ziel: eine Fahrt mit dem „Bähnle“ (mit Kölner Kennzeichen!) führte zur hochgelegenen Burg, dem Wahrzeichen Wertheims. Die Pulheimer bevölkerten die Burgruine und machten sie „unsicher“.  Sehr schöne Aussichten hatten wir von hier aus auf  den Zusammenfluss von Tauber und Main und auf die Stadt. Danach Abstieg über eine Treppenanlage zur Altstadt. Auch hier in Wertheim einige Sehenswürdigkeiten: z.B. das Renaissance-Rathaus und die gotische Pfarrkirche. Das Glasmuseum war bedauerlicherweise geschlossen!  Kaffee und Kuchen oder andere Kleinigkeiten wurden in Wertheim vielfach angeboten, wovon wir reichlich Gebrauch machten! 

Den Abschluss bildete eine kleine Schiffsrundfahrt auf dem Main bei herrlichem Sommerwetter.

 

Dann Abreise – wie schade!  Der Bus wartete schon auf uns. Eine wunderbare und abwechslungsreiche, für uns alle unvergessliche Wanderwoche ging zu Ende.

Ein Dankeschön an alle, die diese Reise in den Spessart vorbereiteten und sie uns ermöglichten, immer begleitet und umsorgt mit Annehmlichkeiten verschiedener Art von unsern Vorstandsmitgliedern Ingrid Skerat und Hannelore Günther  – an beide ein herzliches Dankeschön!

 

                                                                                                         Alfred Dally