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Die Wurzeln des modernen Ju-Jutsus liegen in der Tradition des Jiu-Jitsus, einer waffenlosen japanischen Kampfkunst, die hauptsächlich von den Samurai ausgeübt wurde. Elemente des alten Jiu-Jitsu dienten auch anderen japanischen Kampfkünsten als Grundsystem wie z.B dem Judo und dem Aikido. Jiu-Jitsu wurde Anfang des Jahrhunderts durch die japanische Marine nach Europa gebracht. Schon zu dieser Zeit stark verfremdet durch den Einfluss von Box und Ringertechniken, entstand ein europäisches Jiu-Jitsu, welches mit dem eigentlichen japanischen Prinzip wenig zu tun hatte. Als nicht mehr zeitgemäß wurde das europäische Jiu-Jitsu dann in den sechziger Jahren von hochrangigen Dan-Trägern reformiert.

1969 wurde offiziell der Begriff Ju-Jutsu eingeführt. Seit einigen Jahren wurden außerdem Elemente aus dem Brasilian Jiu-Jitsu, dem Thai- und Kickboxen, sowie einiger phillipinischer Kampfkünste integriert. Aufgrund dieser Entwicklung zählt das moderne Ju-Jutsu heute zu einem der flexibelsten und effektivsten Systeme der Selbstverteidigung.

Im Ju-Jutsu werden Elemente aus dem Judo, Karate, Aikido und den anderen Komponenten effektiv zusammengeführt. Ju bedeutet Nachgeben, Jutsu bedeutet Kunst. Ju-Jutsu = Kunst des Nachgebens. Die Techniken werden weich und hart - je nach Erfordernis der Situation eingesetzt. Trotz der starken Reformierung und Europäisierung gilt auch beim Ju-Jutsu Wirksamkeit bedeutet nicht Gewalt. Auch hier sind Respekt und Achtung des Gegners eine Grundregel.