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Dr. Christian Steinert

Graduierung: 3. Dan Judo

Geburtsjahr: 1995

Judoka seit: 2001

Beruf: Mathematiker

Qualifikationen

  • Trainer C Leistungssport
  • Trainer C Breitensport
  • Kyu-Prüfer

Funktionen und Ämter

  • Bereichsleiter Judo im Pulheimer Sport-Club
  • Kreisjugendleiter des Kreises Köln im Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband

    Was sind Deine größten sportlichen Erfolge im Judo?

    • Mitglied im DJB Kata-Kader
    • Mitglied im NRW-Kata-Kader
    • Deutscher Meister Katame-no-kata 2019
    • Deutscher Vizemeister Katame-no-kata 2018
    • Internationaler Deutscher Meister Katame-no-kata 2018
    • Westdeutscher Meister Katame-no-kata 2017 und 2019
    • 5. Platz Kata-Europameisterschaften Katame-no-kata 2019
    • 6. Platz Kata-Europameisterschaften Katame-no-kata 2018
    • 1. Platz EJU Kata-Turnier Pordenone Katame-no-kata 2021
    • 3. Platz EJU Kata-Turnier Brüssel Katame-no-kata 2019
    • 3. Platz EJU Kata-Turnier Pordenone Katame-no-kata 2018
    • Teilnahme Kata-Weltmeisterschaften Katama-no-kata 2019

    Was ist Dein nächstes Ziel / Deine nächste Herausforderung im Judo?

    Persönlich das gleiche wie immer: mehr zu lernen und mich weiter zu verbessern. Um ein bisschen konkreter zu werden: auch wenn ich mich inzwischen schon einige Jahre mit der Katame-no-kata beschäftige, sehe ich dort noch immer viele Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln. Und natürlich möchte ich auch die anderen Kata auf einem ordentlichen Niveau verstehen und idealerweise auch beherrschen.

    Unabhängig davon möchte ich weiter mithelfen, unseren Judo-Bereich zu stärken. Wir haben in den letzten Jahren eine fantastische Entwicklung begonnen, was die Leistungen unserer Nachwuchsathleten, unsere Trainingsqualität und unser Vereinsleben betrifft. Unser riesiges Potential haben wir allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

    Es gibt viele spannende Sportarten, warum ausgerechnet Judo?

    Judo ist einfach so unglaublich vielseitig. Egal ob sportlicher Wettstreit, die Möglichkeit, ständig Neues zu lernen und an sich zu arbeiten, Selbstverteidigung, Spaß an der Bewegung, Gürtelprüfungen, beim Training Freunde zu treffen ... jeder Judoka hat seine ganz eigene Motivation. Wirklich jeder kann Judo betreiben – und das ein Leben lang. Das meine ich übrigens wörtlich. Ich habe schon Menschen mit starken körperlichen oder kognitiven Einschränkungen gesehen, die trotzdem Judo gemacht haben. Von zwei Jahren bis weit über 90.

    Der Grund dafür ist, dass Judo nicht einfach nur ein technisches System ist. Das heißt, Judo ist nicht einfach nur eine Auflistung von Würfen, Haltegriffen, etc. Vielmehr besitzt Judo eine körperliche und eine mentale Komponente. Das sieht man zum Beispiel im gegenseitigen Respekt der Trainierenden. Während bei einer Technik der Ausführende für die Sicherheit seines Trainingspartners verantwortlich ist, ist dieser für den Lernerfolg des Ausführenden verantwortlich. Wenn ich mich zu leicht oder zu schwer werfen lasse, kann mein Trainingspartner seine Wurftechnik nicht verbessern. Deshalb funktioniert Judo auch so hervorragend zur Wertevermittlung – sogar schon im Vorschulalter.

    Außerdem ist das Grundprinzip des Judo – seine körperliche und mentale Energie so effizient (!) wie möglich einzusetzen – auch ein guter Ratschlag für den Alltag. Das hat wohl auch schon Kano so gesehen, als er formuliert hat, dass das Fernziel im Judo die Verbesserung des Einzelnen und dadurch (!) die Verbesserung der Gesellschaft ist.

    Was unterscheidet Deiner Meinung nach den PSC von anderen Judovereinen aus unserer Umgebung?

    Einer der größten Unterschiede ist sicherlich unser Trainingskonzept. Natürlich haben wir uns bei dessen Entwicklung im Jahr 2018 von den Überlegungen anderer Vereine inspirieren lassen. Ich habe allerdings bisher nur bei zwei oder drei Vereinen in Deutschland so umfassende und detaillierte Überlegungen zur Trainingsstruktur gesehen. Auch die Bandbreite an Trainingsschwerpunkten für die unterschiedlichen Mitglieder – von 3,5 Jahren bis zu den Junggebliebenen, vom absoluten Anfänger bis zu Athleten auf dem Weg in den Hochleistungssport, klassischen Breitensportlern und Kata-Enthusiasten – ist sehr selten.

    Möglich ist das natürlich nur aufgrund des unermüdlichen Einsatzes unseres tollen Trainerteams und aufgrund unseres wunderschönen Dojos, das von vielen fleißigen Händen gebaut wurde und sogar in ganz Deutschland etwas besonderes ist. Kaum ein Verein hat so eine große, dauerhaft verlegte und auch in den Schulferien zugängliche Mattenfläche.

    Welchen Ratschlag / welchen Tipp kannst Du jungen Judoka mit auf den Weg geben?

    Auf keinen Fall aufzugeben, auch wenn man gerade das Gefühl hat, nicht weiter zu kommen. Falls es so etwas wie Talent gibt, macht das im Judo höchstens 10 Prozent aus. 90 Prozent sind Trainingsfleiß und Durchhaltevermögen. Manche Techniken brauchen einfach ihre Zeit, bis es "Klick macht".

    Was machst Du eigentlich, wenn Du nicht gerade auf der Judomatte unterwegs bist? Bleibt noch Zeit für andere Hobbies?

    Nicht wirklich – aber wenn ich doch mal ein bisschen Zeit finde, spiele ich Geige. Außerdem mag ich Brett- und Kartenspiele.

    In welches Land würdest Du gerne einmal reisen und warum?

    Japan natürlich – das Mutterland des Judo möchte ich unbedingt mal besuchen.