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April 2018: Tagesfahrt nach Brüssel

48 Mitglieder der Abteilung starteten im April des Jahres zu einer interessanten Tagesfahrt nach Brüssel. Diese Stadt ist geprägt von den Einrichtungen der Europäischen Union (EU). Jürgen Wettig (Cousin unseres Mitglieds Rolf Wettig), der bei der europäischen Kommission beschäftigt ist,  hatte einen anspruchsvollen Tagesplan ausgearbeitet und dementsprechend besuchten wir nach jeweils strengen Einlasskontrollen das Gebäude des Europarats und der europäischen Kommission, dann das Haus der europäischen Geschichte und schließlich noch das Haus des europäischen Parlaments. Über die Aufgaben und Ziele der EU wurden wir durch Vorträge, Info-Material und auch Filme umfassend informiert. Natürlich dürften wir auch die Stelle besuchen, wo die Regierungschefs zu ihren Sitzungen vorfahren und empfangen werden. Das Haus der europäischen Geschichte beeindruckte durch die moderne Präsentation der Exponate mit Hilfe von Tablets. Allerdings ist diese Form der Information über die Ausstellungsstücke offensichtlich für die jüngeren Generationen besser geeignet, denn  wir brauchten schon einige Zeit, um die Tablets zu bedienen. Zum Abschluss des Tages referierte Herr Dr. Axel Voss, der für unseren Wahlbezirk Mittelrhein zuständige EU-Abgeordnete und warb für die europäische Idee.

 


Oktober 2017: Wander- und Erlebnisreise in die Fränkische Schweiz

 

„Wohl auf, die Luft geht frisch und rein,
Wer lange sitzt muss rosten.“
 

Mit diesem Lied von Viktor v. Scheffel auf den Lippen steuerten 41 Mitglieder der Wanderabteilung bei der Wander-und Erlebnisreise 2017 das Reiseziel, die „Fränkische Schweiz“, an.

Die Fränkische Schweiz in Oberfranken ist eine charakteristische Berg- und Hügellandschaft mit markanten Felsformationen und Höhlen sowie einer hohen Dichte an Burgen und Ruinen. Es gibt zahlreiche Höhlen, von denen die bekannteste und größte die Teufelshöhle bei Pottenstein ist.

Wie bei unseren Reisen üblich, gab es wieder ein getrenntes Programm für Lang- und Kurzwanderer. 3 Tageswanderungen durch das landschaftlich reizvolle Tal des Flüsschens Wiesent, aber natürlich auch mit Anstiegen auf die angrenzenden Höhen und der Besuch von Burgen und Höhlen waren anstrengende, aber lohnenswerte Ziele. Dass es eine Karstlandschaft war, sah man an den immer wieder steil aufragenden Dolomitfelsen.

Führungen und Besichtigungen gehörten natürlich auch zum Reiseprogramm. In der Basilika Gößweinstein erlebten wir ein Orgelkonzert und in der Teufelshöhle bewunderten wir die in tausenden von Jahren entstandenen Tropfsteine. Die Altstädte von Forchheim und Ebermannstadt beeindruckten uns mit den vielen schönen Fachwerkhäusern.

In Nürnberg begann die Stadtbesichtigung im Wahrzeichen der Stadt, der Kaiserburg. Von dort aus ging es  hinunter in die Altstadt zur Sankt Sebald Kirche. Unterwegs bewunderten wir die alten Fachwerkhäuser. Obwohl die Nürnberger Altstadt nach dem Zweiten Weltkrieg zu mehr als 90 Prozent zerstört war, wurden die wichtigsten historischen Bauwerke restauriert. Weiter ging es über den sehr schönen Marktplatz mit seinen vielen Marktständen unter rotweißen Sonnenschirmen über die Pegnitz zur St. Lorenzkirche und später zurück zum schönen Brunnen, an dem die Führung endete. Eindrucksvoll war die anschließende Führung im Albrecht-Dürer- Haus bei der uns „Frau Dürer“ persönlich aus dem Leben der Familie berichtete.

 

In Bamberg nahm uns unsere Stadtführerin an der Konzert- und Kongresshalle in Empfang. Während wir an der Regnitz entlang gingen und schon einen ersten Blick auf „Klein Venedig“ werfen konnten, erzählte sie uns so manches über die Stadtgeschichte. Bamberg ist ein Gesamtkunstwerk und stellt eines der größten unversehrt erhaltenen Altstadtensembles Europas dar. Die Stadt fasziniert mit einem überwältigenden Reichtum an original erhaltener Bausubstanz vom Mittelalter bis zum Barock. Bamberg gehört mit herausragenden Sehenswürdigkeiten wie Kaiserdom und Alte Hofhaltung, Altes Rathaus und Neue Residenz sowie durch die einmalige Atmosphäre der verwinkelten Gassen und verborgenen Ecken zum Weltkulturerbe.

 


Mai 2016: Istrien: das grüne Herz des Mittelmeeres –
eine Wanderwoche in Kroatien im Mai 2016

Am Pfingstsonntag begaben sich 20 Mitglieder der PSC Wander- und Touristikabteilung auf Auslandswanderreise: Istrien mit Wanderungen und Kultur stand auf dem Programm.

Ein angenehmer Flug brachte uns nach Venedig, wo wir von „Anita“, einer sympathischen, österreichischen Reiseleiterin empfangen wurden. Von dort brachte uns ein Bus ins Hotel „Valamar Riviera“ im Zentrum von Porec,  zwischen Altstadt und Uferpromenade gelegen.

Ausgangspunkt der ersten Etappe am Montag war der Vorplatz einer stattlichen Kirche und Campanile des Ortes Zavrsje-Piemonte, der schon vor der Römerzeit besiedelt war. Viele der italienisch-stämmigen Einwohner haben im Verlauf der wechselhaften Geschichte das unter kroatischer Kontrolle stehende Städtchen verlassen, um in ihre Heimat zurückzukehren. Ihre Häuser existieren teils noch als Ruinen, andere wurden von den wenigen verbliebenen Einwohnern erhalten und sind heute noch bewohnt. Die ehemalige Stadtmauer ist nur noch teilweise vorhanden, ebenso eines der beiden Stadttore. Wegen ihrer historischen Bedeutung wurden einige markante Bauwerke mit EU-Unterstützung restauriert.
Auf der alten Bahntrasse „Parenzana“, die zwischen 1902 und 1935 Porec und Triest verband und der Beförderung von Erholungssuchenden und dem Transport verschiedenster Güter (Wein, Salz, Olivenöl, Früchte, Gemüse und Holz) diente, strebten wir unserem Tagesziel Groznjan entgegen. Heute befördert eine Kleinbahn Touristen zwischen Vizinada  und dem besonders sehenswerten Ort Motovun.  
Unterwegs legten wir mehrere Stopps ein, wobei Anita uns sachkundig die Fauna und Flora rechts und links des Weges erklärte. Durch sanfte Täler, ausgedehnte Olivenhaine und über Weinberge erreichten wir das mittelalterliche Bergdorf Groznjan mit seiner typisch istrischen Steinarchitektur. Heute ist der Ort als Domizil vieler Künstler und für die sommerlichen Konzerte berühmt. Nach Einkehr in ein Café mit origineller Dekoration und einzigartigem Flair erkundeten wir die engen Gässchen mit einer bemerkenswerten Ansiedlung von Galerien, Ateliers und Kunstwerkstätten. 

Am Dienstagvormittag ging es auf einer Halbtagswanderung an der Küste entlang und über endlos grüne und schattige Strände mit herrlichen Ausblicken auf das Adriatische Meer von Cervar Port zurück nach Porec.
Der freie Nachmittag bot sich auf vielfältige Art an, Porec zu erkunden, dessen historischer Stadtkern auf einer kleinen Halbinsel gelegen ist. Die Häuserfassaden und Plätze spiegeln die von Römern, Byzantinern, der österreichisch-ungarischen Monarchie und von Italien und Jugoslawien geprägte Geschichte wider.
Hauptattraktion der Stadt ist die frühchristliche, dreischiffige Euphrasius-Basilika aus dem
6. Jh. mit imposanten Ausmaßen und kostbarer Ausstattung: 18 Marmorsäulen mit byzantinischen und romanischen Kapitellen und prächtigen Mosaiken. Der Aufstieg auf den Glockenturm wird mit einem Panoramablick über die Altstadt und die Umgebung von Porec belohnt. Die Basilika wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.
Zum Spazieren und Relaxen nutzten einige Reiseteilnehmer die in Sichtweite unseres Hotels gelegene Insel Sveti Nikola, die in wenigen Minuten per Bootstransfer zu erreichen ist und deren Bade- und Wellness-Einrichtungen auch den Hotelgästen vom Festland zur Verfügung stehen.
Schließlich (ver)lockten beim Bummel durch die malerischen und gepflegten Gassen zahlreiche Boutiquen zum Shoppen und Souvenirkauf.

Anitas ausführliche Beschreibung der für Mittwoch vorgesehenen Wanderung erweckte schon am Vorabend unsere Neugier: Das Festungsdorf „Motovun“ sollte das Ziel sein. Zwischen Feldern, Wiesen und kleinen Weihern ging es zunächst nach Vizinada. Dort folgten wir wieder der Trasse der „Parenzana“, heute als „Weg der Gesundheit und Freundschaft“ bezeichnet und wegen ihrer spektakulären Ausblicke und der Wegführung über Viadukte und durch Tunnels, eine bei Radfahrern und Wanderern gleichermaßen beliebte Strecke.
Für die Mittagsrast hatte Anita einen besonders interessanten Ort ausgewählt: An der Bahnstation Rakotule wurden wir vom uniformierten „Stationsvorsteher“ mit Klängen istrischer Volksmusik begrüßt und unterhalten. Vom  angegliederten Landgut aus genossen wir mit Blick auf Motovun die dekorativ angerichteten landestypischen Köstlichkeiten aus Oliven und Trüffel, für deren reiche Vorkommen die umliegenden Wälder bekannt sind. Auch die in originellen kleinen Keramikkrügen servierte istrische Suppe war gefragt.
Wie bestellt, fuhr auch noch der „Parenzana train“, besetzt mit einer vergnügten,  singenden Kinderschar, ein.
Beim Anblick der erhabenen Zypressenallee, des mit Zinnen gekrönten Wehrturms und den am steilen Hang „klebenden“ Häusern  Motovuns fühlte man sich in die Toskana versetzt. Tatsächlich war der strategisch günstig gelegene Ort ab dem 13. Jh. für mehrere Jahrhunderte in venezianischer Hand und wurde von den Besitzern mit einem inneren und äußeren Mauerring mit Wehrtürmen und Stadttoren befestigt. Der Anstieg (277 m) über eine steile Straße und ebensolche rustikalen Stufen führte schließlich zur Loggia und dem Hauptplatz mit der Stefanskirche, dem Campanile und Kastell, in dem heute ein Hotel mit schöner Aussichtsterrasse unter alten Kastanienbäumen etabliert ist. Der Rundgang auf der 500 m langen inneren Altstadtmauer mit Panoramablick in die Weiten des Mirna-Tales war im wahr-sten Sinne des Wortes einer der Höhepunkte der Wanderwoche.

Für Donnerstag war keine Wanderung, sondern eine Fahrt nach Pula angesagt. Ein Stadtführer vor Ort führte uns zunächst zum Wahrzeichen der Stadt, dem von den Römern erbauten Amphitheater, eines der größten Europas. Die Arena wird in den Sommermonaten sowohl für Klassik-Aufführungen als auch für volkstümliche Unterhaltungsveranstaltungen genutzt. Beim anschließenden Rundgang durch die Innenstadt besichtigten wir die geschichtlich bedeutenden Bauwerke Pulas und erfuhren Interessantes zur Geschichte der Stadt und des Landes.
Anschließend bestand Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und weitere Sehenswürdigkeiten, wie Augustus-Tempel, Rimski-Mosaik oder die im Jugendstil  erbaute Markthalle zu entdecken.   

Eine Tageswanderung  führte uns am Freitag vom Hafenstädtchen Vrsar landeinwärts Richtung Limski-Kanal. Durch lichte Karstlandschaft erreichten wir einen Aussichtpunkt. Während ein Teil der Wandergruppe mit Anita über einem steilen Felspfad zur „Grotte der Piraten“ hinabstieg, genoss die Restgruppe den schönen  Ausblick auf den von einzigartiger Naturlandschaft umgebenden fjordartigen Kanal, der 10 km ins Landesinnere reicht. Weiter ging unser Weg durch die Macchia-Landschaft, die in dichten Laubwald überging, nach Klostar.
Nach der Mittagsrast in einem für seine Grillspezialitäten bekannten Ausflugslokal brachte uns der Bus zurück in das reizvolle Fischerstädtchen Vrsar, das einst den Bischöfen von Porec als Sommerresidenz diente.
Anitas Empfehlung, das Panorama am besten von der auf dem Berg gelegenen Altstadt genießen zu können, konnten die meisten Wanderer nicht widerstehen. Nach moderatem Aufstieg durch die terrassenförmig am Hang angelegten pittoresken Gässchen mit dem überragenden Glockenturm der Kirche St. Martin, eröffneten sich dem Betrachter immer wieder bezaubernde Ausblicke auf die Hafenanlagen und die Inselgruppe aus 18 kleinen, unbewohnten und mit mediterranen Pflanzen bewachsene Inseln. Dieser Anblick soll auch schon Casanova begeistert haben.
Ein Spaziergang über die Hafenpromenade und durch einen Skulpturenpark beendete diesen Wandertag. 
Dank der sommerlichen Temperaturen war uns am Abend vor der Kulisse der Hafeneinfahrt mit ihren beiden Leuchttürmen als i-Tüpfelchen noch das begehrte Fotomotiv eines jeden Aufenthaltes am Meer beschert: ein opulenter Sonnenuntergang.

Am Samstag, unserem letzten Wandertag, bot sich je nach Kondition und Interesse zunächst eine Alternative für Weitwanderer und Strandliebhaber. Der Weg führte die Weitwanderer durch ein sehr schönes Naturreservat mit Tierbeobachtungsstationen. Nach 6 Kilometern  trafen sie auf die Strandgenießer, um dann gemeinsam weitere 11 km entlang der Küste in die historische Hafenstadt Rovinj zurückzulegen.
Der Aufenthalt in diesem Bilderbuchstädtchen mit ineinander verschachtelten Häusern und einem Geflecht winkeliger Gassen, Bars, Läden und Künstlerateliers wurde  einschließlich des Aufstiegs zur barocken Basilika der Schutzheiligen Euphemia als krönender Abschluss dieser Reise empfunden.  

Am Sonntag, dem letzten Urlaubstag, traten wir in bester Stimmung via Venedig die Heimreise an.

Einhellig waren alle Teilnehmer der Meinung, eine Mittelmeerreise mit optimalen Bedingungen für traumhafte Wanderungen durch artenreiche, unberührte oder historische Landschaften bei guter Stimmung und vor allem super Wetter erlebt zu haben.

Beeindruckend waren auch die Begegnungen mit den überaus freundlichen und aufgeschlossenen Menschen unseres Gastlandes, die uns immer wieder mit ihren ausgezeichneten deutschen Sprachkenntnissen überraschten, so dass ihre eigene, uns nicht geläufige Sprache, kein Hindernis für die Verständigung darstellte. 

Wir bedanken uns bei Klaus Loewe, der diese Reise perfekt organisiert hat und Anita, unserer Reisebegleitung, die ihn dabei unterstützt und unseren Istrien-Aufenthalt engagiert begleitet und bereichert hat.

Monika Biehl, Ursula Pietschker

 

Juli 2014: Tagesfahrt zum Schloss Nordkirchen und Burg Vischering

Das westfälische Münsterland ist bekannt für seine Vielfalt an Wasserschlössern und Wasserburgen. Ein Teil dieser Sehenswürdigkeiten war das Ziel eines interessanten und abwechslungsreichen Tagesausfluges.

Schloss Nordkirchen wird aufgrund seiner Ausmaße und der barocken Gestaltung auch als das „Westfälische Versailles“ bezeichnet. Es ist das größte WasserschlossWestfalens. Schloss und Park wurden von der UNESCO als „Gesamtkunstwerk von internationalem Rang“ für schutzwürdig erklärt.

Anschließend besuchten wir Burg Vischering. Sie ist eine in wesentlichen Teilen erhaltene Wasserburg des Münsterlandes und gilt unter den Burgen und Schlössern des Münsterlandes als die Anlage, die am ehesten den Charakter einer wehrhaften Burg besitzt.

 

In sehr guter Stimmung und mit vielen neuen Eindrücken kehrten die Teilnehmer nach Pulheim zurück.


   Juni 2014: 30. Vereinsgeburtstag    

Anstelle einer Feier mit Kaffeetafel und Vorträgen wurde den Mitgliedern der Wanderabteilung aus Anlass des dreißigjährigen Bestehens eine Tagesfahrt angeboten, die in Burger`s Zoo nach Arnheim führte. Dieser Zoo bietet neben den üblichen Tieren in einem Tierpark besondere Attraktionen, bei denen man den Eindruck einer Reise rund um den Erdball gewinnen kann.

Burgers' Bush zeigt die farbenprächtige Welt des tropischen Regenwaldes. Bei der feuchten Hitze, dem dichten Pflanzenwuchs, den Gerüchen und Geräuschen glänzten die Augen voller Staunen. Gute Beobachter entdeckten farbenprächtige Vögel, Leguane und sogar fliegende Hunde. Gegenüber dem großen Wasserfall lebten Seekühe und auch die Wasserschweine und Erdferkel sind uns nicht entgangen. Burgers' Bush war ein wahres Paradies für Fotografen!

In Burgers' Ocean, gingen wir ins Wasser! In einen imaginären Taucheranzug gekleidet, verließen wir einen tropischen Strand und erkundeten die Lagune. Hunderte farbenprächtiger Fische begrüßten uns.

Etwas tiefer stießen wir auf ein riesiges Korallenriff mit großen Muränen, Dicklippenfischen und Riffbarschen. Unzählige niedrigere Tiere wie Korallen, Schwämme, Seeanemonen, Seeigel und Seegurken waren zu sehen. Darüber hinaus schwammen auch große Schulen von Fischen, die ihre Nahrung oder Zuflucht um das Riff herum suchten. Ein wenig weiter erwartete uns die dunkle Tiefe, in der Feuerfische zu sehen waren.

Kaum von den Eindrücken erholt, befanden wir uns auf einmal am Rand des Korallenriffs und blickten in die Tiefe des unermesslichen Ozeans. Haie tauchten ebenso schnell auf wie sie wieder verschwanden. Der imaginäre Tauchgang endete an einer Felsküste, wo Pfeilschwanzrochen und Adlerrochen über uns hinweg schwammen.

Burgers' Desert führte uns in die Sonora- und Mojavewüste von Arizona und dem Norden von Mexiko. Der Pflanzenwuchs zeigte, dass wenig Regen fällt: Kakteen, Agaven, Yuccas und kleinblättrige Bäume und Sträucher versuchen möglichst wenig Wasser zu verdunsten.

In dieser felsigen Landschaft leben farbenprächtige Singvögel und Truthahngeier, aber uns begegneten auch wühlende Pekaris, wiederkäuende Dickhornschafe und lauernde Rotfüchse sowie Klapperschlangen, Skorpione und Gila-Krustenechsen.

Es war ein erlebnisreicher Geburtstag, der allen Teilnehmern sehr viel Freude brachte.


September 2013: Erlebnisreise nach Ostfriesland

Im September 2013 war der äußerste Nordwesten Deutschlands, das Ziel einer von Technik, Architektur, Kultur und Natur geprägten 4-tägigen Erlebnisreise.

 

Wir erlebten zuerst eine Führung bei der Meyer-Werft, der Wiege der großen Kreuzfahrtschiffe. Und wir hatten das Glück, dass am Kai die „Quantum of the Sea“ das bisher größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff, startbereit lag.

 

Danach besuchten wir das Freilichtmuseum Von-Velen-Anlage, in der die Stadt Papenburg ihr ursprüngliches Gesicht zeigt. Ein erfahrener Museumsführer begleitete uns und berichtete über den schweren Alltag der ersten Siedler im lebensfeindlichen Moor.

 

Am nächsten Tag besichtigten wir das Schleusen-Sperrwerk der Ems, das notwendig ist, damit die Ozeanriesen immer genügend „Wasser unter dem Kiel“ haben. Anschließend folgte eine Stadtführung in Leer.

 

Am Folgetag standen in Emden der Besuch des Henri-Nannen-Museums sowie eine beschauliche Grachtenfahrt auf dem Programm.

 

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher nach Arnheim, um dort den Naturpark „De Hoge Veluwe“ zu besuchen. Hier hatten wir Gelegenheit zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Natur zu erkunden und im Kröller-Müller- Museum konnten wir Kunstschätze der Malerei bewundern.

 

 

 


September 2012: Wander- und Erlebnisreise in den Chiemgau

Nach Ankündigung des Reiseziels waren bereits innerhalb weniger Tage alle Teilnahmeplätze ausgebucht. Ein Beweis dafür, dass die Auswahl des Ziels stimmte und die Freude der Vereinsmitglieder am gemeinsamen Erleben sehr ausgeprägt ist.

Die diesjährige Wander- und Erlebnisreise führte uns vom 8. September bis zum 15. September in den Chiemgau. Nach bewährtem Muster wurde das Programm zweigeteilt: für die Wanderer wurden an 3 Tagen schöne Bergtouren durchgeführt und für die Nichtwanderer  standen parallel dazu leichtere Spaziergänge, sowohl in der Höhe als auch im Tal der Tiroler Ache sowie Ortsrundgänge und Museumsbesuche an. Für 3 Tage wurde ein gemeinsames Programm geplant und durchgeführt.

 

Nachdem am ersten Tag der Aufstieg zur Hochplatte erfolgreich bewältigt war, genossen wir auf dem Panoramaweg schöne Ausblicke auf die Chiemgauer Berge und das „bayrische Meer“. Natürlich gehörte der Besuch der Herren- und der Fraueninsel mit sachkundiger Führung durch Park und Schloss Herrenchiemsee ebenso zum Wochenprogramm wie die Bootsfahrt auf dem Königsee mit Besuch von  St. Batholomae. Das erst im Mai 2013 eröffnete „Haus der Berge“ in Berchtesgaden begeisterte alle Teilnehmer. Anliegen dieses mit modernster Technik ausgestatteten Museums ist es, seinen Besuchern den nachhaltigen Umgang mit der Natur in verschiedenen Facetten näher zu bringen und sie für den Nationalpark zu begeistern. Hier gab es mehr als „nur“ Informationen rund um den Nationalpark, die Biosphärenregion Berchtesgadener Land sowie alpine Netzwerke in Deutschlands einzigem Hochgebirgs-Nationalpark.

 

Der Aufstieg zur Winklmoos- und Dürrnbachalm erforderte gute Kondition und einige Schweißtropfen säumten den Weg.

 

Der Panoramablick und natürlich

auch die Einkehr auf der Alm war

Belohnung für alle Mühen.

 

Leider war das Wetter immer

wieder regnerisch und so konnten

nicht alle geplanten Bergtouren

durchgeführt werden. An deren

Stelle besichtigten wir die Städte

Traunstein und Wasserburg/Inn

und besuchten St. Johann und Kössen

 in Tirol.

In unserem Hotel Weßner-Hof in Marquartstein wurden wir bestens versorgt. Wir erlebten einen informativen Vortrag über die Kunst des Schnapsbrennens mit entsprechenden Kostproben und erfreuten uns am bayrischen Abend beim Zitherspiel.

Sarah und ihr Team trugen mit einem bunten Showprogramm zur Abendunterhaltung ebenso bei wie einige Teilnehmer mit ihren Vorträgen und Sketchen.

 

Mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir wieder nach Pulheim zurück und die Reiseführer Ute Obenauff und Klaus Loewe waren froh, dass niemand während der Reise erkrankte und kein Unfall passierte.


August 2012: Sommertour in den Westerwald

Wenn die Wanderabteilung Fahrten und Besichtigungen durchführt, besteht immer eine große Nachfrage. So war es auch am 30. August 2012. 57 Teilnehmer hatten sich am Parkplatz am Sportzentrum eingefunden, um gemeinsam nach Gebhardshain zu fahren. Die Besichtigung einer ehemaljgen Eisenerzgrube stand auf dem Programm.

Mit dem Anlegen von Helmen und Jacken begann mit dem alten Bergmannsgruß "Glück auf" die Führung durch das Besucherbergwerk „Grube Bindweide“ in Steinebach/Sieg. Nach der Einfahrt mit der Grubenbahn bekamen wir fachmännische Erläuterungen zum Bergbau und erhielten Einblick in die Arbeit unter Tage. Die Grube stand über viele Generationen im Zeichen harten Broterwerbs.  

Das Profil eines Meeresbodens mitten im Berg belegt die Entstehung des Grundgebirges vor 350 bis 400 Millionen Jahren (Devon). Tropfendes Wasser "arbeitet" noch jetzt im Stollen und baut Mineralschlämme zu farbenfrohen Kunstwerken auf.

Gefördert wurde vor allem Eisenglanz, daneben auch Spat- und Brauneisenstein.

 

Nach der Besichtigung war eine Stärkung nötig, die im Marienstatter Brauhaus erfolgte.

 

Als Überraschung wurde anschließend ein geführter historischer Stadtrundgang durch Hachenburg angekündigt. Diese kleine Residenzstadt mit dem malerisch von schönen Fachwerkhäusern eingerahmten „Alten Markt“ sowie dem imposanten Barockschloss beeindruckte alle Teilnehmer.

 


 Oktober 2011: Wandern im Dahner Felsenland

„Wandern wo“?  Das war die meistgestellte Frage nach Verkündung des Reiseziels.

Das Dahner Felsenland liegt in Rheinland-Pfalz, ist Teil des Biosphärenreservats  Pfälzerwald und grenzt an das Elsass.

Im wildromantischen Dahner Felsenland befinden sich 16 Burgen bzw. Burgruinen sowie zahlreiche Felsformationen aus rotem Buntsandstein, die von Sportkletterern genutzt werden. Um Felsen wie den Jungfernsprung oder den Teufelstisch ranken sich alte Sagen. Unter den Burgen zählen die Dahner Burgengruppe, der Berwartstein und der Drachenfels zu den bekanntesten. Die Formenvielfalt ist überwältigend, denn die Erosion hat sich über tausende von Jahren erfolgreich als Steinmetz betätigt: scharfe Klippen, feine Säulen und fragile Galerien wechseln einander ab. Die Region wird von zahlreichen gut gekennzeichneten, sehr schönen Wanderwegen erschlossen.

46 Mitglieder der Wanderabteilung machten sich am 9. Oktober auf die Fahrt dorthin.

Es gab ein Programm sowohl für die Wanderer als auch für die sog. Genießer. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite; nach 2 wolkenbedeckten Tagen mit nur etwas Nieselregen strahlte die Sonne die restliche Zeit am blauen Himmel. Die Wanderer absolvierten 4 eindrucksvolle Wanderungen. Auf den Burgen und Felsnadeln genossen sie herrliche Fernblicke. Aufgrund der zu bewältigenden Auf- und Abstiege floss auch reichlich Schweiß.

Die Genießer besichtigten Burg Berwartstein, wanderten auf dem Geopfad Bundenthal und zum Drachenfels. Da die Gegend eine traditionelle Schuhgegend ist, durfte der Besuch einer Schuhfabrik und der ortansässigen Schuh-Outletcenter nicht fehlen, was besonders den Wünschen der Damen entgegenkam.

Zusammen unternahmen wir Fahrten durch das Elsass und nach Straßburg. Nicht unerwähnt bleiben darf die abendliche Unterhaltung: gemeinsames Singen zur Ziehharmonika, das Fangen der „Elwetritsche“ nach vorheriger, sachkundiger Unterweisung über die Jagdmethode und ein zünftiger Tanzabend. Auch trugen Teilnehmer mit Sketchen, Vorträgen und Spielen zur lustigen Geselligkeit bei.

Alles in allem: eine sehr gelungene Reise in großer Harmonie.     

 


  August 2011: Sommerfest der Wander- u.      Touristikabteilung

Das diesjährige Sommerfest  am 03. 08. 11 stand unter dem Motto „Vulkane in der Osteifel“.

Mit 68 Mitgliedern fuhren wir per Bus  zum Vulkanpark Infozentrum in Saffig bei Plaidt, wo wir zuerst einen Film über die Vulkantätigkeit in dieser Region sahen. Mit Filmaufnahmen aus heutiger Zeit  wurde uns das Geschehen  von vor 300 -400 Millionen Jahren näher gebracht

Damals tat sich hier überall die Erde auf und Lavaströme und glutheiße Aschewolken ergossen sich in die Täler.

Eine der größten Naturkatastrophen passierte dann vor nur 13000 Jahren, als der Laacher Vulkan regelrecht explodierte. Bis zu einer Höhe von 35000 m schoß eine riesige Wolke aus Lava, Wasserdampf und Asche in die Höhe und in nur 10 Tagen wurde die ganze Gegend bis hin nach Koblenz bis zu 50 m hoch mit Bims zugeschüttet.

Bei einer Führung durch das Infozentrum wurde uns erläutert, wie Menschen früherer und heutiger Zeit von Lava, Tuff und Bims profitiert haben.

Schon die alten Römer bauten Lava und Tuffstein als Baumaterial für Häuser, Straßen, Wasserleitungen usw. ab. Im Mittelalter erkannte man, dass sich die Schaumlava, wie sie bei Mendig vorkommt, hervorragend  für Mühlsteine eignet, und so gingen Bergleute, sogenannte Leyer, hin und bauten unterirdisch die Lavaströme ab.

Dadurch entstanden hallenartige Hohlräume die sich heute noch über Kilometer erstrecken. Mit einer weiteren Führung im sogenannten Lavakeller besichtigten wir 30 m unter der Erde bei fast völliger Dunkelheit einen ausgehöhlten Lavastrom. Vorher mußten wir uns allerdings mit Helm und Schutzjacke bekleiden, was viel Heiterkeit bei den Wanderfreunden auslöste.

Als die Zeit der Bergleute vorbei war, kamen im 19. Jahrhundert Bierbrauer auf die Idee, hier im Sommer Bier zu brauen, denn die Hohlräume ließen sich gut kühlen. So zogen ca. 30 Brauereien nach Mendig ,  darunter auch Brauereien aus Köln. Erst mit der Erfindung der „ Lindes Eismaschine“ Ende des 19 Jahrhunderts konnte man dann auch im Sommer überall Bier brauen und kühl lagern.

Von den Brauereien in Mendig ist nur noch die heutige „ Vulkan-Brauerei „ übrig geblieben. Eine Gasthaus-Brauerei. Hier kehrten wir zum Mittagessen ein. Die rustikalen Gerichte und das hauseigene Bier haben allen gut geschmeckt.

Den Abschluß unserer Vulkantour bildete der Besuch der „Wingertsbergwand“. Wie in einem Tagebuch sind in dieser ca. 50 m hohen Wand die Ereignisse des Laacher Vulkanausbruches zu lesen.

Alle Teilnehmer waren von dieser Vulkantour begeistert, denn für viele von ihnen war der Vulkanismus im Laacher- bzw. Mendiger-Gebiet etwas völlig Neues.

Und wer denkt schon beim Besuch des Laacher Sees daran, dass diese liebliche Gegend durch eine große Naturkatastrophe entstanden ist?  

 D. Anhalt