Aufstiegsträume zerplatzen im Heimspiel gegen Horrem

Nach dem überzeugenden Sieg gegen Kerpen wollten wir im Heimspiel gegen Horrem nachlegen, um vor dem letzten Mannschaftskampf der Saison eine gute Ausgangsposition für die Aufstiegsplätze zu bekommen. Wir konnten auch eine starke Aufstellung aufbieten.

Einen kurzfristigen Spielerausfall kompensierte Florian. Er spielte eine solide Eröffnung, driftete danach in eine etwas schlechtere Position ab, in der sein Gegner Druck aufbauen konnte. Langsam aber sicher erzielte sein Gegner Fortschritte und am Ende musste Florian die Waffen strecken. Sein Gegner mit knapp 1900 DWZ war auch ein recht starker Spieler an den hinteren Brettern und das kurzfristige Einspringen brachte unserem Spieler sicher auch keinen Vorteil.

Albert lehnte früh Remis ab und kurze Zeit später stand sein Brett in Flammen. Seine Postion machte auf mich einen guten Eindruck. Den entscheidenden Durchbruch fand Albert nicht und so opferte eine Qualität. Wenig später wurde Remis vereinbart. Andreas L. spielte eine dubiose Eröffnung, wo er im Wolgagambitstil spielte. Er hatte keinen Läufer auf g7, sondern einen passiven Läufer auf e7, so dass er nie das aktive Spiel entfalten konnte, das man sich als Wolgaspieler wünscht. Er kämpfte lange, konnte die Niederlage dennoch nicht abwenden. Nach dem letzten 2000er Sieg erhofften wir uns von Dietmar die nächste Glanzpartie, denn mit Rechner saß ihm der nächste starke Gegner gegenüber. Leider war es nicht Dietmars Tag: In der Eröffnung erzielte sein Gegner Ausgleich und später wurde die Stellung in ein gewonnenes Bauernendspiel für die Horremer abgewickelt. Auch Alex musste sich früh mit Remis begnügen, da er seine Position als nachteilhaft einschätzte und er deshalb das Remisangebot seines Kontrahenten gerne annahm. Thomas am 2. Brett kannte sich nicht besonders gut in der Eröffnung aus, bekam allerdings trotzdem eine Gelegenheit die Partie zu gewinnen, die er ausließ, da er einen Zug nicht weit genug rechnete:

Hier (siehe Bild) gewinnt Lxd5! Lxd5 Txe7 Dxe7 Dxd5 und nach Td8 sah Thomas leider nicht den starken Zug Lg5!

Er erhielt stattdessen eine sehr ausgeglichene Stellung, in der er versuchte Gewinnchancen zu generieren. Dabei driftete er in eine schlechtere Position ab und am Ende war er froh über Remis. AndreasK. konnte auch nur einen halben Zähler zum Mannschaftsergebnis beisteuern, da sein Gegner beim Remisangebot eine sichere Stellung hatte. Einziger Lichtblick war Wolfgang, der eine konzentrierte Partie spielte und aus der Eröffnung heraus eine schöne aktive Stellung bekam. Beim Übergang von Mittelspiel ins Endspiel konnte er einen Bauern einkassieren. Er wickelte zwar ungeschickt in ein Turmendspiel mit h- und f-Bauer ab. Die Partie gewann er dennoch recht sicher, da das Endspiel sehr schwer zu verteidigen ist. Erschwerend kam für seinen Gegner hinzu, dass er wenig Zeit besaß. Es bleiben theoretische Chancen auf den dritten Platz. Im letzten Spiel werden wir nochmal alles geben, um uns diese Chance zu erhalten.

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